Stressinformationen

1 %

der Deutschen klagen über Stress, Tendenz steigend!

1 %

der Frühberentungen haben psychische Ursachen!

1 %

der erwachsenen Bevölkerung sind von psychischen Erkrankungen betroffen!

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Stress zu einer der größten Gesundheitsrisiken des 21. Jahrhunderts erklärt.

Leistungsdruck, Überforderung, Lärm und viele andere Belastungen im Beruf und Privatleben nehmen immer mehr zu. Die Balance zu finden zwischen Beruf, Familie und Freizeit wird immer schwieriger. Das Verhältnis von Anspannung und Entspannung ist nicht mehr im Gleichgewicht. Warnsignale werden ignoriert oder einfach nicht verstanden.

Was ist Stress?

Es gibt keine offizielle Definition dafür. Der Begriff Stress kommt aus dem Englischen und bedeutet soviel wie Anspannung, Druck, Belastung, Beanspruchung.

Stress ist eine Alarmreaktion (Notfallreaktion) des Körpers auf eine vermeintlich drohende oder tatsächliche Gefahr oder eine vermeintlich belastende Situation.

Die Auslöser dafür werden Stressoren genannt (= Reize, Ereignisse mit erheblichen Gewicht )

Ob ein Stressor eine Stressreaktion auslöst und wenn ja, wie heftig, hängt ganz allein von der persönlichen Wahrnehmung und Bewertung der Situation ab ( nämlich ob bedrohlich oder leicht zu bewältigen )

Stress besteht also aus 3 Elementen

  1. Stressor ( Auslöser )

  2. Wahrnehmung, Einstellung und persönliche Bewertung des Stressors ( persönliche Stressverstärker / innere Antreiber )

  3. Stressreaktion

Stress ist individuell und wird von jedem Menschen unterschiedlich wahrgenommen.Was ein Mensch als besondere Belastung empfindet ist für einen anderen ganz normal und umgekehrt.

Stress ist ein uralter Mechanismus und grundsätzlich nicht schlimm, sondern kurzfristig durchaus gesund, äußerst sinnvoll und sogar überlebenswichtig. Schon unsere Vorfahren mussten z.B. beim Anblick eines Raubtieres sofort Kampf- oder Fluchtbereit sein ( Fight or Flight ).

Erst langfristig wirkt Stress gesundheitsschädlich.

Entscheidend ist die Stressdosis, sprich die Häufigkeit, Dauer und Intensität!

Wo spielt sich die Stressreaktion ab?

Der Ablauf einer Stressreaktion findet im vegetativen Nervensystem statt. Das VNS gliedert sich in Sympathikus (steht für Anspannung) und Parasympathikus (steht für Entspannung), arbeitet selbständig und ist nicht durch unseren Willen beeinflussbar.

Das VNS regelt den inneren Betrieb des Körpers und ist für die Steuerung der Organe zuständig z.B. für Herzschlag, Blutdruck, Atmung, Stoffwechsel, Verdauung, Drüsentätigkeit.

Sympathikus und Parasympathikus haben gegensätzliche Funktionen und im Wechselspiel wird die körperliche Balance wieder hergestellt.

Wenn es aber nicht gelingt, die Balance wieder herzustellen, z.B. auf Grund von Dauerstress oder häufigen Stressreaktionen mit zu kurzen Erholungsphasen, können schwere Gesundheitsschäden die Folge sein.

Was sind mögliche Auswirkungen und Folgen von Stress?

Die kurzfristigen Symptome können sein: ( Warnsignale )

-Herzklopfen, erhöhter Puls, innere Unruhe, Klos im Hals, Angst, Wut, Gereiztheit

-Faust ballen, Schultern hochziehen, Magenbeschwerden, Schweißausbruch

-Nervosität, Anspannung, Konzentrationsmangel, Gedankenkreisel (Spirale) usw.

Die langfristigen und damit gesundheitsschädlichen Auswirkungen sind:

-Verspannungen, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Schlafstörungen, Schwindelanfälle

-Magen-Darm-Erkrankungen, Herz-Kreislaufstörungen ( Bluthochdruck, Herzinfarkt )

-Hautkrankheiten ( z.B. Neurodermitis ), Diabetes, Suchtverhalten ( Alkohol, Tabletten )

-Traurigkeit, Hilflosigkeit, sozialer Rückzug, Erschöpfung, Essstörung,

-Angst- und Zwangsstörung, Depression, Burnout

Was also Dauerstress oder häufige Stressreaktionen verursachen können, ist erschreckend!

Welche Bewältigungsmöglichkeiten und Techniken gibt es?

Meine Angebote für Entspannung, Stressbewältigung und Beratung liegen alle im Bereich der Primärprävention ( = Arbeit mit gesunden Menschen).

Es gibt für alle 3 Elemente des Stresses ( Stressor, Stressverstärker, Stressreaktion ) geeignete Bewältigungsmöglichkeiten.

Nur einige davon sind z.B. :
NEIN sagen lernen, Grenzen setzen, Unterstützung suchen, Ressourcen pflegen, Entkatastrophisieren, Hypothesen testen, Gedankenstopptechnik, formelhafte Vorsätze, Positives Selbstgespräch, Genusstraining, kurzfristige Spontanentspannung und langfristig etwas verändern usw.

  • Stressbewältigung auf Ebene der Stressoren (Instrumentelles Stressmanagement)    Stressoren verändern = ausschalten, vermeiden, reduzieren, akzeptieren
  • Stressbewältigung auf Ebene der Stressverstärker (Kognitives Stressmanagement)        Einstellungsänderung bzw. sich selbstkritisch seiner stressverstärkenden Gedanken und Bewertungen bewusst zu werden und wenn möglich zu verändern
  • Stressbewältigung auf Ebene der Stressreaktion (Palliatives Stressmanagement)     Hier geht es darum, kurzfristig die Stressreaktion zu dämpfen und abzubauen und langfristig die eigene Belastbarkeit zu stärken
  • Zeit- und Selbstmanagement (z.B. ABC-Analyse, ALPEN-Methode, Pareto-Prinzip)
  • Zielfindung, Problemlösetraining
  • Work-Life-Balance

Jeder sollte sich aus den verschiedensten Entspannungsmethoden und Stressbewältigungstechniken einen „Methodenkoffer“ aneignen, um bei auftretenden Problemen und Situationen oder eben auch präventiv ein Hilfsmittel an der Hand zu haben. Darum ist es wichtig, viele unterschiedliche kennenzulernen, die für sich selbst am besten passenden raus zu suchen und dann durch viel Üben erlernen.

Hierfür stehe ich sehr gerne zur Verfügung.